Gas im Trinkwasser

 

Brennbares Wasser - das ist kein Zaubertrick!

Feuer aus dem Wasserhahn - einige Beispiele

In den USA gibt es zahllose Berichte über freies Methan, das durch Fracking unkontrolliert freigesetzt wurde. Jeden Geologen und auch jeden Laien wundert es nicht, dass unterirdisch freigesetztes Gas auch unkontrolliert seinen Weg an die Oberfläche fnden kann. Denn durch das Fracking entstehen im Gestein Risse und auch Spalten, durch die dann das Gas entweichen kann und unkontrolliert freigesetzt wird. Das führt unter anderem dazu, dass freigewordenes Methan-Gas in großen Tiefen vom Grundwasser durch den hohen Druck aufgenommen werden kann, ähnlich wie CO2 als Kohlensäure im Mineralwasser gebunden ist. Es gibt Berichte von Betroffenen aus den USA, die davon erzählen, dass das Methan aus Ihrem Hausbrunnenwasser sprudelnd entweicht, wie die Kohlensäure aus einer geöffneten Mineralwasserflasche, siehe ZDF-Dokumentation "ZOOM" aus dem Jahr 2011 (ca. 30 Min. Dauer). Darüber hinaus gibt es zahlreiche Videos, die eindrucksvoll belegen, was die Öl-Gesellschaften schlicht leugnen. Natürlich sind diese Amateur-Videos nicht alle wissenschaftlich belegt, aber schauen Sie selbst. Hier 4 Beispiele auf YOUTUBE von Betroffenen: Video 1 Video 2 Video 3 Video 4

Brennendes Leitungswasser (USA)
Abb.: "Brennendes Leitungswasser" - Methangas in der Wasserleitung, Foto: Sherry Vargson, Granville Summit, Pennsylvania, USA, Bild öffnen

 

 

Woher das Gas kommt

Die Öl-Industrie hat ein großes Interesse daran, die beobachteten "brennenden Wasserhähne" sogenanntem biologischem Methan aus oberflächennahen Zersetzungsprozessen zuzuschreiben. In ihren Werbeauftritten behauptet sie, dass der Nachweis der Methan-Mobilisierung durch Fracking bislang noch nicht gelungen sei (z. B. auf www.erdgassuche-in-deutschland.de. Doch längst gibt es zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, die anhand der Isotopen-Zusammensetzung des Methans aus Grundwasser nachgewiesen haben, dass dieses Methan, sogenanntes "altes Methan", aus tieferen Gesteinsschichten stammt. Hier sei nur exemplarisch auf einige Arbeiten von Wissenschaftlern und Behörden verwiesen (mehr in Fakten und Messdaten).

 

Veröffentlichungen (englisch)

Methan-Freisetzung aus Fracking-Bohrungen von Stephen G. Osborn et. al: Methane contamination of drinking water accompanying gas-well drilling and hydraulic fracturing, in: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, received for review January 13, 2011.

Grundwasser Studie zu den Auswirkungen der Öl-Aktivitäten in der Region Garfield County im US Bundesstaat Colorado: Summary of PI and PII Hydrogeologic Characterization Studies – Mamm Creek Area, Garfield County, Colorado, 2008

Phase II zur Untersuchung des Anstiegs des Methan-Gehalts im Grundwasser in der Region Garfield County im US Bundesstaat Colorado: Review of Phase II Hydrogeologic Study, 2008

Untersuchung der Mobilisierung von gelösten Stoffen (Radionuklide und Salze) durch Fracking, von: N. R. Warnera et. al. (2012): Geochemical evidence for possible natural migration of Marcellus Formation brine to shallow aquifers in Pennsylvania, in Proceedings of the National Academy of Science, Vol. 109, no. 30, pp 1961–11966

Untersuchungen von grundwassernahem Trinkwasser zeigen weitere Konsequenzen: Zum einen steigt lokal der Salzgehalt des Trinkwassers an und zum anderen bringt dies Probleme für die Bauern, die auf künstliche Bewässerung ihrer Böden zurückgreifen müssen.

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