Werkstein für Mauerwerk

Werkstein für Altenberger Mauerwerk

Katholische Kirche St. St. Johannes-Baptist, Altenberge Gesellschaftsmühle, Altenberge, um 1918Eines der zentralen Bauwerke in Altenberge ist die Katholische Kirche St. Johannes-Baptist, erbaut Mitte des 14. Jahrhunderts. Schaut man sich den Fundamentbereich der Kirche bis ca. 0,5 m oberhalb des Bodenniveaus an, so zeugt dieser Fundamentbereich von der durchgängigen Verwendung des Altenberger Steins in seiner typisch graublauen Färbung (Foto: Dr. H.-G. Hettwer). Die später aufgrund von Bränden erfolgen Restaurierungen und Umbauten erfolgten deutlich erkennbar unter Verwendung anderer regionaler Gesteinsarten (Baumberge, Ibbenbüren).

Neben der Katholischen Kirche gibt es im Zentrum von Altenberge noch einen weiteren prominenten Zeugen der Verwendung des heimischen Kalksteins. So wurde die Gesellschaftsmühle aus Altenberger Stein erbaut. Das Kleinquader-Mauerwerk ähnelt bei näherem Hinschauen auffällig dem des Dom-Mauerwerks am Westportal. Leider verdeckt jetzt ein Putz und ein wetterfester Aussenanstrich die Substanz des Baumaterials. Auf alten Fotos der Mühle um 1918 erkennt man aber noch deutlich die alten Werksteinschichten (Foto: Bildarchiv Museum Zurholt).

Kalksteinfundament im Bürgerhaus (Altenberge)Auch im gewöhhnlichen Hausbau war der Kalkstein gefragt. In zahlreichen Gebäuden und Bauernhöfen ruht das Fundament auf Schichten aus heimischen Kalkstein, der durch geringe Wasserdurchlässigkeit und hohe Witterungsbeständigkeit das Ziegel-Mauerwerk gegen die Feuchtigkeit des Erdreichs isoliert. Altenberger Stein begenet man daher als Baumaterial nicht nur in der Kirche und in Mühlen, sondern auch im Fundamentbereich des alten Ortskerns von Altenberge. Wenn das Fundament nicht wie häufig verputzt ist sondern ensprechend restauriert wurde, erkennt man gut den typisch grau gefärbten Kalkstein wie hier am Gebäude des Bürgerhauses und der ehemaltigen Ratsschänke. Allerdings besteht der Fundamentbereich in der Regel selten ausschließlich aus Altenberger Kalkstein sondern es ist ein Mix an Gesteinen verbaut worden. Nur der linke Bereich des Fundament ist typsich Altenberger Stein, wäherend das Gestein rechts aus Ibbenbüren oder den Baumbergen stammt (Foto: Dr. H.-G. Hettwer). 

Werkstein für Münsterraner Mauerwerk

Ausgrabung Kalksteinfundament bei der Ladenerweiterung des Pelzhauses Meersmann (Münster)Auch in städtischen Gebäuden in Münster ist der Altenberger Kalkstein zu finden. So wurde bei der Ladenerweiterung des ehemaligen Pelzhauses Meersmann in Münster (Domplatz, Osteite) bei Ausgrabungsarbeiten Fundamentsteine gefunden, die aus Altenberger Stein bestanden (Foto: Westfälische Nachrichten, 21.12.2004). Das Foto zeigt die Stadtarchioligin Dr. Aurelia Dickers mit einem Grabungshelfer bei der Arbeit. Auch ist in der Adler-Apothke in Münster (Salzstraße), die im 16. Jahrhundert erbaut wurde, der Fußboden im Gewölbekeller zu einem Teil aus Altenberger Kalkstein (Foto: Bildarchiv Museum Zurholt). Fußbodenplatten im Keller der Adler-Apotheke in Münster