Kopffüßler (Ammoniten)

Kopffüßler

Fossiler Ammonit, Fundort Altenberge Cephalapoda, Inv. Nr. 23


Abb.: Kopffüßler, Cephalapoda, Pachydiscus sp., Durchmesser ca. 60 cm, Steinkern,  Foto: E. Müsch, Bild öffnen
Zeitstellung: Campan?
Fundort: Altenberge, Bauernschaft Entrup

 

Fossiler Ammonit, Fundort Altenberge Cephalapoda, Inv. Nr. H95


Abb.: Kopffüßler, (Lewyites elegans?), Bruchstück eines gestreckten Ammoniten, Steinkern
Länge ca. 3,5 cm, Steinkern,  Foto: Dr. H.-G. Hettwer, Bild öffnen
Zeitstellung: Campan?
Fundort: Altenberge, Sendhügel

 

Fossiler Ammonit, Fundort Altenberge Inv. Nr. --


Abb.: Kopffüßler, (?), Abdruck eines Ammoniten / Steinkern
Durchmsser ca. 3 cm,  Foto: Dr. H.-G. Hettwer, Bild öffnen
Zeitstellung: Campan?
Fundort: Altenberge, Neubaugebiet Regional-Gut Altenberge

 

Ammoniten gehören zu den bekanntesten Fossilien und sind beliebte Sammelobjekte. Sie zählen wie die heutigen Tintenfische zu den Kopffüßlern (Cephalopoda) und lebten vom Devon vor 408 Millionen Jahren bis zum Ende der Kreidezeit vor 65 Millionen Jahren. Nachdem die Ammoniten mehrere große Artensterben der Erdgeschichte überstanden hatten, starben sie am Ende der Kreidezeit mit den Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren schlagartig aus. In dieser Zeit entwickelten die Ammoniten eine enorme Vielzahl von Formen und Arten, die auf 40 - 50.000 geschätzt werden. Auch im Campan, (dem vorletzten Zeitabschnitt der Oberkreide vor 83 - 73 Millionen Jahren) gab es noch einmal einen großen Artenreichtum. Neben den klassischen planspiral aufgerollten Formen existierten auch entrollte offene Spiralen, hakenförmige gebogene, gerade oder korkenzieherförmige Ammoniten. Die Gehäuseformen deuten auf unterschiedliche Lebensweisen und eine Spezialisierung auf verschiedene Wassertiefen und Lebensräume hin. Die Schalen bestehen aus der Wohnkammer und gasgefüllten Kammern, die mit dem so genannten Sipho verbunden waren. Mit ihrer Hilfe konnten die Tiere die Tauchtiefe regulieren. Im vergangenen Jahr wurde ein Bruchstück eines Ammoniten am Sendhügel gefunden, der zu der Gattung der geraden oder hakenförmigen Arten zählt. 
Aus dem münsterländischen Campan stammt auch die bislang größte jemals gefundene Ammonite der Welt, mit einem noch erhaltenen Durchmesser von 1,77 m und einem rekonstruierten Durchmesser von 2,55 m. Sie wurde 1895 bei Seppenrade (bei Münster) entdeckt und nach dem Fundort Parapuzosia seppenradensis benannt. Sie ist heute im LWL- Naturkunde Museum in Münster ausgestellt. In Altenberge sind bislang keine Riesenammoniten gefunden worden. Aber mit dem Fund von Pachydiscus sp. in der Bauernschaft Entrup mit einem erhaltenen Durchmesser von 43cm und einer rekonstruierten Größe von rund 80 cm ist eine große Ammonitenart auch für Altenberge belegt. Ammoniten kommen im Altenberger Höhenrücken ausschließlich in Steinkernerhaltung oder als Abdrücke vor und sind recht selten. Hier finden Sie weitere Informationen vom Arbeitskreis Paläontologie Hannover (APH) über Ammoniten.

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